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Ysop

Ysop "Hyssopus officinalis"

Melanie Melanie
26.05.2022 · 5 Minuten Lesezeit

So wird deine Mai-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Du willst alle Infos zur Aussaat und Pflege deines Ysops im kompakten DIN-A4-Format ausdrucken? Hier haben wir eine Kurzanleitung für dich:


Starten

  • Saattiefe: 0,2 cm (Lichtkeimer)

  • Keimtemperatur: 15–20 °C

  • Keimdauer: 14–20 Tage

  • Vorziehen Haus/Blüte: März–April/Mai–August

  • Aussaat Freiland/Blüte: Mai–August/Juni–August

  • Reihenabstand: 30 cm

  • Pflanzenabstand: 25 cm

  • Wurzeltiefe: 30 cm

  • Standort: sonnig

  • Boden: locker, trocken, kalkhaltig

  • Typ: Mittelzehrer

  • Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Falls du Probleme mit Schnecken, Blattläusen und Raupen in deinem Garten hast, solltest du dem Ysop darin Platz schaffen. Mit seinem Duft lockt er Bienen und Schmetterlinge an, hält jedoch gleichzeitig Schädlinge fern.

Geschmacklich erinnert Ysop an Rosmarin, Oregano und Salbei. Seine ätherischen Öle helfen vor allem in Form von Tee. Sparsam eingesetzt, wirkt er so bei Husten und Schnupfen schleimlösend, und kann bei Verdauungsbeschwerden Linderung verschaffen.


Aussäen

Du brauchst:

Topf: Im Frühjahr kannst du deinen Ysop im Haus aussäen. Dazu entnimmst du deinem Kalender das Kalenderblatt, reißt es in kleine Stücke und legst diese mit der Schriftseite nach unten auf die Anzucht- oder Kräutererde. Streue etwas Erde drüber, sodass die Samen damit maximal 0,2 cm bedeckt sind. Gieße alles gut an und lasse deine Saat bis zur Keimung nicht austrocknen.

Vorbereitung Freiland: Wenn du deinen Ysop direkt ins Beet säen möchtest, ist das ab Mai möglich. Bereite jedoch schon ein paar Wochen vorher den ausgewählten Standort mit Kompost vor. Hast du einen Lehmboden, musst du ihn mit Sand abmischen, damit dein Ysop sich wohlfühlt.

Aussaat Freiland: Wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind (ca. Mitte Mai) ziehst du mit den Fingern ganz leichte Rillen in dein Beet. Die Samen kommen dann im Abstand von 25x30 cm in die Rillen. Streue etwas Erde drüber und gieße alles gut an.


Pikieren

Vom Anzuchttopf in den nächstgrößeren Topf: Wenn deine Pflanzen das erste richtige Blattpaar entwickelt haben, ist es für sie Zeit, einzeln in größere Töpfe umzuziehen. Dazu nimmst du Töpfe mit einem Durchmesser von ca. 11–15 cm. Nachdem du sie mit Kräutererde befüllt hast, hebst du deine kleinen Zöglinge vorsichtig mit einem Pikierstab aus den Anzuchttöpfen und setzt sie einzeln in die neuen Töpfe. Drücke die Erde leicht an und gieße deine Pflanzen.

Vom kleinen Topf in den großen Topf: Sind ein paar Wochen vergangen und deine Pflanzen ordentlich gewachsen, musst du sie nochmals umsetzen. Diesmal wählst du einen Topf, der so groß ist, dass dein Ysop nicht mehr erneut umziehen muss. Wenn er hoch und kräftig werden soll, braucht er ein Gefäß, das seinen Wurzeln Platz bietet (ca. 25 cm Durchmesser und 30 cm Höhe). Der Ysop entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem Halbstrauch. Er wird also größer werden und sich verzweigen. Deshalb ist es sinnvoll, jeweils nur eine Pflanze in einen Topf zu setzen. Verwende auch hier Kräuter-, gemischt mit etwas Gartenerde.

Freiland: Pflanzen, die zu eng wachsen, nehmen sich gegenseitig Nährstoffe, Licht und Wasser weg. Damit sie nicht im Grundschulalter eingehen, solltest du sie ausdünnen, wenn sie sich zu dicht auf die Pelle rücken. Du kannst versuchen, die aussortierten Exemplare samt Wurzeln an einer anderen Stelle einzusetzen.


Standort

Wenn du bereits Thymian erfolgreich in deinem Garten angebaut hast, kannst du dir sicher sein, dass der Ysop an demselben Standort ebenfalls gut wächst. Beide Kräuter mögen die volle Sonne, etwas kalkhaltigen und trockenen Boden und brauchen wenig Wasser.

Beetpartner

  • Gut: Thymian, Rosmarin, Lavendel, Oregano, Salbei

  • Schlecht: Basilikum, Brunnenkresse, Wasabi


Pflege

  • Beet mit Kompost und gegebenenfalls Algenkalk vorbereiten

  • Beetpflanzen nur bei Trockenheit gießen

  • im Topf mäßig gießen

  • Frostschutz ist nur in rauen Gegenden nötig


Ernte, Lagerung

Die jungen Ysop-Blätter und Triebspitzen kannst du während der Saison einfach abzupfen und frisch verwenden. Möchtest du das Kraut trocknen, wartest du auf die Blüte. Dann schneidest du die Triebe unten am Stängel ab und hängst sie in Bündeln zum Trocknen auf. Ein Platz, der nicht in der Sonne, aber luftig ist (z. B. Dachboden, Schuppen) ist dafür perfekt geeignet. Da die Würze schnell verlorengeht, solltest du deine Ernte in luftdichten Behältnissen verschließen, wenn sie rascheltrocken ist. Das ist nach etwa 7–14 Tagen der Fall, je nach Wetter natürlich – im Zweifel lässt du sie noch etwas länger liegen, um Schimmel vorzubeugen.


Heilwirkung

Solltest du dich erkältet haben, kannst du dir aus Blättern und Blüten des Ysops einen Tee zubereiten. Pro Tasse (200 ml) reicht 1 Teelöffel getrockneten Krauts, um dich wieder durchatmen zu lassen. Am besten fügst du deinem Heißgetränk einen Löffel Honig hinzu, der ebenfalls hilft, Schleim zu lösen. Dieselbe Mengenangabe an Kraut gilt bei Tee gegen Verdauungsbeschwerden – nur lässt du hier den Honig weg.


Genießen

Da Ysop sehr intensiv schmeckt, solltest du nur wenige frische Blätter über deine Salate, Gemüsepfannen und Suppen streuen. Auch in Soßen ist das Kraut eine gute Zugabe, wenn du es schwach dosierst.