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Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Melanie Melanie
30.03.2022 · 6 Minuten Lesezeit

So wird deine März-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Die wichtigsten Infos zum Anbau von Zitronenmelisse haben wir dir in unserer Kurzanleitung zusammengefasst. Diese lässt sich im DIN-A4-Format ausdrucken:


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Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Saattiefe: 0,2 cm, Lichtkeimer

  • Keimtemperatur: 20–25 °C

  • Keimdauer: 14–21 Tage

  • Aussaat Haus/Ernte: März–April/Mai–August

  • Aussaat Freiland/Ernte: Mai–August/Juli–August

  • Reihenabstand: 40 cm

  • Pflanzenabstand: 40 cm

  • Wurzeltiefe: 15 cm

  • Typ: Schwachzehrer

  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt

  • Boden: humos, durchlässig

  • Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Das griechische Wort 'melissa' bedeutet Honigbiene. Schon der Name der Zitronenmelisse verspricht also, dass du mit der Aussaat dieser Samen den Bienen etwas Gutes tust. Denn die Zitronenmelisse duftet nicht nur herrlich nach Zitronen, ihre feinen Blüten werden umschwärmt von Bienen.


Aussäen

Das brauchst du:

Vorziehen Haus: Deine Zitronenmelisse kannst du im März und April im Haus ansäen. Befülle dazu Anzuchttöpfe mit Anzucht- oder Kräutererde. Entnimm deinem Kalender das Kalendarium, reiße das Papier in kleine Stücke und lege es mit der Schriftseite nach unten auf die Erde. Pro Topf dürfen es zwei, drei Samen sein. Dann gießt du alles an und stellst dein Werk an einen warmen, hellen Ort. Lass die Saat bis zur Keimung nicht austrocknen.

In unserem Video zeigen wir dir, wie du beim Vorziehen von Gemüse, Blumen und Kräutern im Haus genau vorgehst:

Aussaat Freiland: Wenn du bis Mai wartest, kannst du die kleinen Lichtkeimer direkt im Beet ausbringen. Befreie dieses von Beikraut und lege das in kleine Teile zerrissene Papier samt Samen auf die Erde. Du kannst die Samen dicht aussäen, um das Risiko zu vermeiden, dass Lücken entstehen, weil einige Samen nicht aufgehen oder von Vögeln gefressen werden. Doch später musst du sie vereinzeln, sodass ein Abstand von 40 cm zwischen den Zitronenmelissen eingehalten wird. Das ist wichtig, damit deine kleinen Pflanzen genügend Licht, Nährstoffe und Wasser erhalten und Krankheiten sich nicht so rasch verbreiten können. Lass etwas Erde über die Saat rieseln und befeuchte alles mit einem feinen Wasserstrahl.


Pikieren

Pikieren (Haus): Sobald sich die ersten Laubblätter (entwickeln sich nach dem Keimblattpaar) entfaltet haben, kannst du deine Mini-Zitronenmelissen in neue Töpfe setzen. Dazu verwendest du Kräutererde, damit deine Pflanzen in diesem Wachstumsstadium genügend Nährstoffe finden. Deine Töpfe dürfen jetzt Durchmesser von ca. 11 cm aufweisen. Am besten setzt du in jeden Topf nur eine Pflanze, damit diese genügend Platz zum Wachsen hat.

Also: Fülle deine neuen Töpfe mit neuer Kräutererde. Mache mit dem Finger jeweils ein Loch hinein, das tief genug ist, um den Wurzeln der Zitronenmelisse Platz zu bieten. Hebe die Zitronenmelisse aus ihrem Anzuchttopf vorsichtig mit einem Pikierstab oder einem dünnen Bleistift heraus und setze sie in ihr neues Zuhause. Schließe das Loch und gieße am Ende alle Töpfe.

Wie Pikieren geht, zeigen wir dir in diesem Video:

Vom Topf ins Beet:  Nach den Eisheiligen (ca. Mitte Mai) ist es soweit: Deine Jungpflanzen können ins Freie. Am besten gewöhnst du sie ein paar Tage an die Sonne, bevor du sie ins Beet pflanzt. Das geschieht, indem du die Pflanzen tagsüber drei, vier Tage lang in den Halbschatten stellst. Dann ein paar Tage in die Sonne. Nachts solltest du sie immer wieder ins Haus holen, damit sie nicht gleich erfrieren. Und nach etwa einer Woche kannst du sie ins Beet pflanzen. Hierfür musst du nur ein Loch ausheben, das tief genug ist, um die Zitronenmelisse samt Wurzelballen aufzunehmen. Wie immer heißt es dann: Erdloch schließen, gießen.

Vom Topf in den Topf/Balkonkasten: Falls du keinen Garten hast oder deine Zitronenmelisse griffbereit auf dem Balkon haben willst, kannst du sie in einen ausreichend großen Topf pflanzen. Dieser sollte mindestens 25 cm Durchmesser und 20 cm Tiefe aufweisen. Dann fühlt sich deine Pflanze wohl, kann groß werden und dir reiche Erträge bringen. Verwende auch hier Kräutererde und setze die Zitronenmelisse so tief, wie sie zuvor auch im kleinen Topf stand. Angießen nicht vergessen.

Pikieren (Freiland): Solltest du deine Zitronenmelissen gleich im Beet ausgesät haben, sparst du dir das Umtopfen. Beim Beetanbau musst du nur darauf achten, dass die Pflanzen genügend Abstand zueinander haben. Sind sie sehr nah beieinander aufgegangen, zupfst du schwächere oder kränkliche Exemplare heraus. Du kannst sie aber auch pikieren und an anderer Stelle wieder einsetzen.


Standort

Sommer, Sonne, Sonnenschein – die Zitronenmelisse liebt es, von der Sonne verwöhnt zu werden. Aber auch im Halbschatten gedeiht sie noch gut, wenn auch langsamer. Auf jeden Fall ist sie ein Kraut, dass nicht so schnell aufgibt. Was ihr jedoch die Laune verdirbt, ist Staunässe. Gieße sie deshalb regelmäßig, aber nicht zu viel. Erst wenn die oberen 2 cm abgetrocknet sind, braucht sie Wassernachschub. Achte beim Hacken und Jäten darauf, ihre flach wachsenden Wurzeln nicht zu verletzen.

Da Zitronenmelisse über viele Jahre hinweg am selben Standort bleiben kann, schadet es nicht, vor der Pflanzung Kompost in die Erde einzuarbeiten. So findet sie genügend Nährstoffe vor, um kräftige Wurzeln auszubilden und sich zu verzweigen.

Beetnachbarn

  • Gut: andere Kräuter

  • Schlecht: Basilikum, Brunnenkresse, Wasabi

zitronenmelisse nahaufnahme
Die Zitronenmelisse verbreitet ihren Duft, sobald du ein Blatt zwischen den Fingern zerreibst. Ein paar Zweige verleihen deinen Getränken einen Zitrusgeschmack.

Pflege

  • Beetplatz mit Kompost vorbereiten

  • lehmigen Boden mit Sand verbessern

  • Vermehrung durch Teilung von Wurzelstöcken, Stecklinge oder Samen; sät sich aber auch gerne selbst aus

  • Winterschutz nur in rauen Gegenden nötig

  • überwintert, indem bodennahe Blätter bestehen bleiben, alle anderen oberirdischen Pflanzenteile frieren ab; im Frühjahr treibt die Zitronenmelisse erneut aus

  • mäßig gießen


Ernte, Lagerung, Genießen

Die jungen Triebe mit noch weichen Blättern sind am besten für die Verwertung in der Küche geeignet. Sie passen gut zu allen Gerichten, bei denen du auch Zitrone beigeben würdest. Kräuterquark, Limonade, asiatisches Essen – lass deiner Fantasie freien Lauf und tob dich aus. Nur mitkochen darfst du die Zitronenmelisse nicht, sonst verliert sie ihr Aroma.

Wenn du Zitronenmelisse trocknen willst, schneidest du sie kurz vor der Blüte samt Stiel ab und hängst sie kopfüber auf. Nach etwa sieben Tagen ist deine Ernte rascheltrocken und du kannst sie in Schraubgläsern dunkel lagern. Jedoch verfliegt beim Trocknen viel vom Zitronenaroma. Du bekommst mehr Geschmack, wenn du das Kraut frisch verwendest.

Natürlich lässt sich mit Zitronenmelisse auch Tee zubereiten. Fast alle Kräuter eignen sich dazu. Melissen-Tee brühst du mit heißem Wasser auf. 3 Teelöffel zerschnittene Blätter reichen für eine Tasse. Dreimal täglich getrunken, wirkt er Schlafstörungen und Unruhe entgegen.